The slow lane



Vorbereitungen, August 2008 - April 2009


Wie man sich vorstellen kann, bedarf es einiges an Vorbereitung zwei Kontinente mit dem Fahrrad zu durchqueren. Fügt man dem ganzen noch einen internationalen Umzug und eine internationale Hochzeit zu, wird die to-do Liste ganz schón lang. Mit der Planung für die Reise haben wir im Spaetherbst 2008 angefangen und fertig waren wir am 21. April 2009 um 4:40 Uhr; am selben Morgen, an dem wir unsere Tour begonnen haben.

Wir werden nicht zu sehr ins Detail für die Reiseplanung gehen. Es genügend wohl zu sagen, dass es eine Menge an Nachforschung und to-do Listen benötigt. Wir stellten Recherchen an für die Laender, die wir bereisen wollen an (politische Situation, Topographie, Klima, Visa etc.) um eine Route festzulegen, das Equipment, gesetzliche Vorschriften um auf den Philippinen zu heiraten, sowie 10.000 andere Kleinigkeiten.

Sheri lebte bis Januar 2009 in Washington D.C., USA und Mario lebte in Aachen, Deutschland. Wir hielten es für eine gute Idee vor einer solchen Reise wenigsten für ein paar Monate zusammen zu leben. So zog Sheri Ende Januar nach Aachen. Sie packte ihr Hab und Gut in einen Container, der dann seine dreimonatige Reise über den Atlantik antrat. Mit Übergepaeck machte sie sich dann auf dem gewohnten Flug auf nach Bruessel... diesmal ohne Rückflugticket.

Viel Zeit zum "einleben" blieb nicht, denn es wartete eine Flut von Arbeit auf uns: Sheri arbeitete von Deutschland aus für WWF USA, besuchte einen Deutschkurs vier Tage die Woche und Mario arbeitete ebenfalls Vollzeit weiter, brachte das letzte Semester hinter sich und schrieb seine Diplomarbeit. In all der übrigen Zeit fuhren wir dann mit der Planung für unsere Reise und die Hochzeit fort. Wir bewaeltigen den bürokratischen Wahnsinn den man hinter sich bringen muss, wenn man sein "normales Leben" ein Jahr lang auf Eis legt, und besorgten die noch fehlenden Teile unserer Ausrüstung.

15. April sind wir aus unserer Wohnung ausgezogen. Da sich zu diesem Zeitpunkt aber noch eine vier Seiten lange to-do Liste auf dem Kuechentisch befand und unser Freund Raymond glücklicherweise noch eine Wohnung frei hatte, blieben wir noch ein paar Tage in Aachen. Am 20. April, die Nase voll von to-do Listen, entschlossen wir uns, am naechsten Tag aufzubrechen. Ob wir alles Sachen erledigt haben, oder nicht. Am 21 April um 9:00 Uhr fuhren wir auf den Aachener Marktplatz und öffneten mit ein paar Freunden und Familie eine Flasche Sekt. Um 9:30 Uhr machten wir uns dann auf den Weg. Mit all unseren Sachen - ca. 35 kg Gepaeck pro person, staub- und wasserdicht in unseren Ortlieb-Taschen verpackt.